Mittwoch, 27. Juni 2012

Auf zu neuen Ufern II

Nächste Woche ist es soweit - mein neuer Job beginnt. Leider - oder zum Glück, wie man es nimmt - werde ich meine Stelle an der Universität ja aufgeben. Die Gründe sind vielfältig, ich nenne mal ein paar:

  • Allgemeine Situation von Wissenschaftlern in Deutschland:
    In Deutschland herrscht an den Universitäten der Grundsatz Prof oder nix, um es mal drastisch auszudrücken. Es gibt praktisch keine unbefristeten wissenschaftlichen Stellen mit Ausnahme der Professuren (und selbst dort wird gerade aufgeweicht). Und damit nicht genug, auch die Gesamtzeit, die man auf befristeten Verträgen verbringen darf, ist begrenzt. Man wird das Gefühl nicht los, unerwünscht zu sein, und Planungssicherheit ist auch etwas anderes.
  • Meine spezielle Situation:
    Nun war meine PostDoc-Stelle eigentlich nicht schlecht, ein aus Exzellenz-Mitteln finanziertes interdisziplinäres Projekt. Die Aufgaben waren insgesamt auch ganz nett, aber weder eine besondere Herausforderung, noch auch nur ansatzweise in meinem eigenen Forschungsgebiet. Und Zeit für meine eigene Forschung hatte ich im letzten Jahr auch kaum noch, was meine Laune doch erheblich getrübt hat. Dazu kommt noch die Erkenntnis, dass auf einigen Stellen an der Uni einige Leute sitzen, die so dermaßen offensichtlich ungeeignet für ihre Arbeit sind, und man dann dauernd irgendwie die daraus resultierenden Reibereien ertragen muss. Und gar nichts dagegen tun kann. Insofern bin ich auch froh, da jetzt raus zu sein. Ach ja, bis vor kurzem konnte mir natürlich auch noch niemand sagen, wie das mit einer Weiterfinanzierung aussieht, daher war ich dann ganz froh über...
  • ein gutes Angebot einer kleinen Firma, die Daten verarbeitet. Näheres dazu gibt es dann mal bei Gelegenheit hier.