Montag, 16. Februar 2015

Nicht meine Woche

Achtung! Hier kommt ein "Mimimi"-Post. Wer Gejammer nicht mag: nicht lesen!

Montag
Erster Arbeitstag nach 2-wöchiger Dienstreise, und nebenbei auch Beginn einer neuen Diät-Woche. Eigentlich ganz schön, wenn da nicht der Typ im Bus gewesen wäre, der mich hartnäckig angehustet hat. Aber dazu später mehr. Der Arbeitstag war dann auch nicht weiter erwähnenswert, das erste Highlight des Tages war dann Taras Arztbesuch nach dem Kindergarten, bei dem wir geschlagene 2 Stunden im Wartezimmer zubrachten. Immerhin haben sich die Kinder wirklich gut benommen und mir nicht das Leben zur Hölle gemacht, wie das auch hätte passieren können. (Der Arztbesuch war auch nicht sonderlich ergiebig, es ging im Wesentlichen um Taras Lispeln und die Überweisung zum Logopäden). Nach dem allmontaglichen Besuch bei unserem Stamm-Döner sind wir dann mit dem Bus nach Hause gefahren, da kam dann beim Aussteigen Tages-Highlight Nummer 2: ein extrem pampiger Busfahrer, der mich tatsächlich gefragt hat, warum ich nicht hinten aussteige (ich war, die Kinder und den Döner irgendwie balancierend, ganz vorne im Bus und hatte den Fahrer dann gefragt, ob er bitte die Tür aufmachen kann, nachdem er das nicht von sich aus getan hat). Ich war echt zu perplex um eine angemessene Antwort zu geben. So ein Depp, zu fein um auf den Knopf zu drücken, ich habe dann nur gesagt "weil ich hier 2 kleine Kinder habe", was Tara dazu veranlasst hat, mir gleich hilfreich zur Seite zu stehen: "Ich bin nicht klein!".
Ganz am Tagesende gab es dann noch Highlight Nummer 3: Beim Schlafengehen tat mir mein kompletter Hinterkopf weh, alle Lymphknoten geschwollen, und Fieber im Anmarsch.

Dienstag
Die Erinnerung an diesen Tag ist gänzlich im Nebel. 40 Grad Fieber und den ganzen Tag schlafend im Bett. Irgendwann hat Nicole mir die Kinder gebracht und ist dann nochmal zur Arbeit, aber auch das kann ich nicht beschwören. Das bringt mich zur ersten (von zwei) positiven Nebenwirkung einer Grippe-Infektion: Fieber-Träume. Echt krasser Scheiß. Auf jeden Fall ein verlorener Tag.

Mittwoch
Irgendwie habe ich es geschafft, mich zur Ärztin zu schleppen, schließlich braucht mann ja eine Krankmeldung. Der ist dann aber gleich meine geschwollene Rübe aufgefallen, mittlerweile war nicht nur der Hinterkopf, sondern auch alles bis zur Stirn angeschwollen. Sie meinte, so etwas hätte sie noch nie gesehen. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie gerne ich so etwas von meiner Ärztin höre. Auf jeden Fall hätte ich die Grippe, aber möglicherweise auch noch eine bakterielle Infektion, deswegen musste ich noch zum Blutabnehmen. Und wie sich das gehört natürlich mit einem ordentlichen anschließenden Kreislaufkollaps. Naja, hat sich gelohnt, denn abends kam dann der Anruf, dass die Entzündungswerte grandios hoch sind und ich Antibiotika nehmen soll. Und am Freitag nochmal Blutabnehmen. Auch an diesem Tag kamen abends wieder die Kinder, aber ich glaube, dieses Mal musste Nicole nicht nochmal weg. Beschwören kann ich das aber nicht.

Donnerstag
Grande Problem. Fastnachtsfeier im Kindergarten (die Kinder und Nicole sind bis dahin überraschenderweise putzmunter), das heißt: Morgens mit Elternteil bis zur Befreiung mittags. In unserem Fall: Nicole hat mir die Kinder dann halb 12 gebracht. Was für alle beteiligten zu erhöhtem Fernsehkonsum geführt hat.

Freitag
Mein persönliches Wochenhighlight: Blutabnehmen. Die Ärztin hatte am Telefon gesagt, dass ich entweder direkt ins Labor gehen kann, oder zur Vertretungspraxis (meine Praxis ist erst ab Dienstag wieder besetzt). Labor schien uns irgendwie einfacher, also sind wir dort hin. Nach langem Warten endlich dran gekommen, Blutabnahme dieses Mal ohne Kreislaufkollaps, dafür mit Traubenzuckerle gut überstanden. Danach ist mir dann eingefallen, dass es ja ganz nett wäre, die Werte dann abends auch irgendwie zu erfahren, es ging schließlich darum, ob ich in die Notaufnahme muss oder nicht (Fastnachtszeit ist in Konstanz Ausnahmezustand). Die sagten mir dann: nö, also das geht nicht, das Patienten ihre eigenen Daten kriegen. Diese Aussage halte ich persönlich für äußerst gewagt, aber gut. Ich sollte mich an die Vertretungspraxis wenden. Dachte ich mir so: ok, rufe ich da fix an und sage denen, die sollen im Labor anrufen und mir die Daten dann durchgeben. Kann ja nicht so schwer sein. Weit gefehlt. Nachdem ich es geschlagene 2 Stunden versucht hatte, hat sich dann irgendwann nach 1 jemand dazu herabgelassen, mal ans Telefon zu gehen. Um mir dann mitzuteilen, dass ich da bis 14 Uhr persönlich mit meiner Versichertenkarte aufzulaufen habe, sonst könne man da gar nichts für mich tun. Und im Übrigen würde man zum ersten Mal davon hören, dass man Vertretung sei. Zum Glück ging es mir insgesamt ja nicht mehr ganz so elend, so dass ich mal davon ausgegangen bin, dass die Werte besser sind und es dabei belassen habe (hätte ich sowieso nicht geschafft, ich musste ja die Kinder vom Kindergarten abholen). Beim nächsten Arztbesuch werde ich allerdings mal fragen, wen ich wegen dieser Scheiße verklagen kann. Ich hoffe ja inständig, dass mir diese bekloppte Vertretungspraxis Mist erzählt hat und ich die so richtig anpinkeln kann (wer richtige Medizin mit irgendeinem ganzheitlichen Eso-Quatsch und mathematischen Symbolen vereint, kann nicht ganz richtig gepolt sein).

Samstag
Das war es dann auch mit der kindlichen Immunität, Frederick hat sich anscheinend angesteckt und hängt dann abends mit Fieber in den Seilen.

Sonntag & Montag
Glücklicherweise ist Frederick robust und spricht auch gut auf Fieber-Zäpfchen an, so dass er am Montag eigentlich schon fast wieder fit ist. Was auch seltsam ist: die restlichen Grippe-Symptome sind eigentlich nicht vorhanden (Mattheit, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit - übrigens der zweite positive Grippe-Nebeneffekt), vielleicht mit Ausnahme des Reizhustens. Und Tara ist munter und frech wie immer, insofern alles gut. Und Nicole sowieso geimpft, der kleine Streber.

Alles in allem eine Woche für die Tonne.

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