Jetzt ist es amtlich: Deutschland ist keine Eishockey-Nation - und wird wohl auch nie eine werden. Beim heutigen Vorrundenspiel gegen die Finnen gab es eine satte 5:0-Klatsche, und das völlig zurecht. Eine katastrophales Unterzahlspiel, das in Kombination mit zu vielen Strafzeiten natürlich zu einer Menge Toren führt, ein überforderter Torhüter, größtenteils harmlose Stürmer. Immerhin kamen die Deutschen zumindest im zweiten Drittel doch das eine oder andere Mal vor das finnische Tor, allerdings ohne wirklich zwingende Chancen zu erarbeiten. Wo waren die einstigen Tugenden der deutschen Mannschaft? Wo war der Kampfgeist? In der deutschen Mannschaft könnte man im Moment allenfalls den Kasselaner Manuel Klinge hervorheben, der Rest scheint sich noch nicht einmal besonders bemüht zu haben.
Fazit:
Ich bin sauer, wegen so einer Mannschaftsleistung samstags um 6 Uhr aufgestanden zu sein, und musste mir auch noch solche grandiose Kommentare wie "Die deutsche Mannschaft hat sich nicht aufgegeben" anhören, nur weil sie aufgrund eines Wechselfehlers der Finnen aus Versehen einmal (und ich meine ein Mal) vor deren Tor auftauchen konnten. So, das musste mal raus, danke fürs Zuhören.
Unglaublich, wie die Zeit vergeht: Heute, am Valentinstag, ist Tara schon sieben Monate alt geworden. Der Stand der Dinge: Sie trägt (noch) Kleidergröße 62/68 und Windeln Größe 3. Aber bei den Schnullern sind wir schon auf Größe 2 umgestiegen, und mit der Beschaulichkeit ist es auch vorbei, seit sie krabbelt. Außerdem ist sie inzwischen kein echtes Milch-Baby mehr - denn sie bekommt mittags Gemüse und Fleisch und abends schon Getreidebrei. Nur noch fünf Monate bis zur ersten Geburtstags-Party!
Am Freitag war Hennes Bender im Rahmen des Kabarett-Winters in Radolfzell. Trotz Doping (wegen Erkältung) war es eine sehr lustige Show, die aus ein wenig Improvisation und Dialog mit dem Publikum und natürlich aus seinem Programm "Egal gibt's nicht" bestand. Und obwohl ich Hennes immer als relativ unpolitisch wahrgenommen habe, waren doch ein paar Spitzen dabei, vor allem gegen einen meiner Lieblings-Spezies: Roland Koch. Aber ansonsten gab es den erwarteten Mix aus Ruhrpott- und Drei-Fragezeichen-Komik, mit der meine Generation durchaus etwas anfangen kann (ich persönlich finde es natürlich grandios), die aber sowohl für jüngeres als auch für älteres Publikum vermutlich eher schwierig zu verstehen sein dürfte.